Die Chaostheorie
Erste Entdeckungen
zur Chaostheorie:
-1908 durch den französischen Physiker Henri Poincare
(Urvater dieser Theorie)
- 70er Jahre befassten sich Mathematiker mit der Theorie
Chaotische Systeme sind in der Mathematik „nichtlineare
dynamische Systeme“, die sich nicht mit einer einfachen Formel berechnen
lassen, sondern Schritt für Schritt berechnet werden müssen und können
gigantische Ausmaße annehmen, sind aber dennoch begrenzt.
-1979 hielt der amerikanische Meteorologe Edward Lorenz auf
einem Kongress in Washington den Vortrag „Kann der Flügelschlag eines
Schmetterlings in Brasilien einen Wirbelsturm in Texas verursachen?“.
Zahlreiche seiner Berechnungen ergaben ein überraschendes Ergebnis. Er hatte
bewiesen, dass Aufgrund einer derart kleinen Unregelmäßigkeit eines Windhauchs,
der sich in kurzer Zeit so aufschaukelte, sich die Wetter-Szenarien völlig
voneinander unterschieden haben.
Im Wesentlichen versucht die Chaostheorie hinter einem
chaotischem verhalten eine Ordnung aufzuspüren.
Der Begriff „deterministisches
Chaos“
In der Umgangssprache sprechen wir mit dem Begriff Chaos von
einem Zustand eines Systems. Bei der Chaos Theorie hingegen spricht man von
deterministischem Chaos. Das deterministische Chaos hingegen beschreibt das
zeitliche Verhalten (die Dynamik) eines Systems.
Chaotisches Verhalten liegt immer dann vor, wenn geringe
Veränderungen der Anfangsbedingungen eines Systems nach einer gewissen Zeit zu
einem völlig anderen Verhalten führen.
Beispiele
-
Poolbillard (ein scheinbar gleicher Schlag hat
unterschiedliche Folgen)
-
Im Verkehr (durch kleine Unregelmäßigkeiten entsteht
Stau)
-
Beim Wetter (weil es von mehreren Einzelfaktoren
abhängt ist keine genaue Voraussage über die Entwicklung zu machen. Sondern nur
eine grobe Kenntnis der Ausgangssituation)
-
Wasserhahn (erst einzelne, regelmäßige Tropfen, ab
einem bestimmten Punkt gehen sie ineinander über, durchdringen sich und
behindern sich gegenseitig – ein chaotischer Strahl entsteht, der aber einem
charakteristischem Muster zugrunde liegt)
-
Herzrhythmus (Herz schlägt nie regelmäßig [lässt sich
mit Metronom nachvollziehen], da der Rhythmus durch Körperfunktionen [Bewegung,
Atmung, Verdauung] beeinflusst wird.)
Es gibt allerdings unter anderem in der Medizin Verfahren,
mit denen sich Herzrhythmusstörungen feststellen lassen (Phasenräume - eine
abstrakte Darstellung des Raums aller Möglichkeiten). Bei denen sich bei einem
gesunden Herzen regelmäßige Muster (Keule) erkennen lassen.
Phasenräume wurden vom Henri Pioncare eingeführt
-
Das dreifache Magnetpendel (3 gleichstarke Magneten
sind als gleichseitiges Dreieck in eine Bodenplatte eingelassen, ein freies
Pendel wird darüber mittig aufgehängt. je nach Startposition des Pendels ist
der Zielpunkt nach gewisser Zeit einer der Magneten. Wird jede Startposition
ausprobiert und mit der Farbe des Zielmagneten markiert, so entsteht ein
„regelmäßiges“ Muster.
Die Chaos Theorie in
Bezug auf die menschliche Lebensweise:
- Menschen die nach Chaos streben, da sie in zu engen
Ordnungsprinzipien leben (versuchen sich von den Ordnungen abzuheben, anders zu
sein). Diese Menschen „kämpfen“ für das Chaos.
-Menschen die im Chaos Leben aufgrund von chaotischen
umständen. Für sie ist das Chaos selbstverständlich weil gewisse
Ordnungsschemata verloren gegangen sind (Durchschnittsfamilie, lebenslange
Erwerbsarbeit), sie brauchen also nicht mehr dafür zu „kämpfen“ sondern leiden
eher darunter.
Diese Menschen gehen noch einen Schritt weiter und Suchen
demnach nach einer Ordnung in ihrem Chaos.
Jedem Menschen liegt ein Idealmodell des Lebens vor (Schule
-> Job -> Familie), da er aber im Laufe seines Lebens von den
verschiedensten, nicht vorhersehbaren Faktoren beeinflusst wird, kann es zu
Abweichungen von dem „Idealmodell“ kommen.
Daraus kann man ableiten, dass das Leben eines jedem
Menschen von einzelnen Faktoren abhängen, die seine Lebensweise bestimmen. Also
Leben auch wir Menschen tagtäglich im Chaos.
*deterministisch: hinter einem Gesamtvorgang stecken
aufeinander folgende Schritte.
*determiniert: Mehrere Mögliche Vorgänge führen zum gleichen
Ergebnis. |