Stimme und Gesang werden durch das Zusammenwirken von
Stimmbändern im Kehlkopf und den Ansatzräumen erzeugt. Die Länge der Stimmbänder
und deren Schwingung sind für die Höhe der Stimme verantwortlich. Aus diesem
Grund ist bei Kindern die Stimmlage anfangs eher hoch und wird im Laufe der
Zeit immer tiefer. Vor allem bei Jungen ist der Wachstum der Stimmbänder um
einiges ausgeprägter als bei Mädchen, welches vor allem durch den Stimmbruch
bemerkbar wird. Im Allgemeinen kann man die Stimmlagen in Sopran, Tenor, Alt und
Bass untergliedern.
Mithilfe einer Gesangsausbildung kann die Stimme geeignet
für den musikalischen Gebrauch aufgebaut werden. Als Grundlage wird eine gute
und belastbare Stimme angesehen. Darüber hinaus ist das A und O einer
professionellen Gesangsausbildung die Atmung. Wird diese falsch ausgeführt, kommt
es in den verschiedensten Muskelgruppen (Bsp. Kiefermuskulatur) zu Anspannungen
die zu Inflexibilität führen können. Man kann verschiedene Atemtechniken
voneinander unterscheiden, am effektivsten ist die Zwerchfellflankenatmung.
Dabei kann sich die Brust nach allen Seiten ausdehnen und das Zwerchfell kann
optimal eingesetzt werden. Die Artikulation und die Stimmerzeugung spielen
neben der richtigen Atemtechnik eine wesentliche Rolle.
Ziel einer Gesangsausbildung ist die Erweiterung des
Stimmumfangs. Ein Berufssänger hat einen Stimmumfang von mehr als zwei Oktaven.
Hierbei lässt sich sehr leicht eine geschulte von einer ungeschulten Stimme
unterscheiden. Darüber hinaus geht die Stimme gleichmäßig von der Tiefe in die
Höhe über, ohne auffällige Unterbrechungen. Neben einer guten und belastbaren
Stimme verlangt eine Gesangsausbildung vor allem viel Übung und Selbstdisziplin.
Die Gesangspädagogik beschäftigt sich mit den
verschiedensten Methoden und Schwerpunkten der Stimmenausbildung. Vor allem die
neueren Methoden konzentrieren sich auf die verschiedenen Atemtypen. Allgemein
werden jedoch die Funktionszusammenhänge von Stimme und Gehör vermittelt. Dabei
stehen im Grunde die Wechselwirkung von Stimme und Gehör, die Körper- und
Klanggestalt und der Klang- und Atemrhythmus im Mittelpunkt der Betrachtung.
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