Mäßiger
Weingenuss bewirkt an Herz und Kreislauf eine vom Arzt oft angestrebte
Erweiterung der Gefäße und somit bessere Durchblutungsverhältnisse. Menschen
mit niedrigem Blutdruck fühlen sich nach einem Glas Wein deutlich wohler. Eine
starke Wechselbeziehung besteht zwischen dem Weingenuss und den Abwehrkräften.
Zu nennen wäre beispielsweise der Gehalt des Weines an sogenannten
Antioxidantien. Dies sind Stoffe, die den freien Radikalen, welche im Körper, etwa
durch Umweltbelastungen oder Rauchen selbst entstehen, entgegenwirken.
Dabei sind bestimmte Vitamine und Elektrolyte von Bedeutung, wie Magnesium oder
Vitamin E, aber auch Flavanoide, die sich z.B. als natürliche Farbstoffe vor
allem im Rotwein finden. Erstaunliche Ergebnisse lieferten Untersuchungen der
Blutgefäßwände von Weintrinkern im Vergleich zu Abstinenzlern: Die Weintrinker
waren eindeutig weniger von Verkalkungserscheinungen betroffen. Gewisse
Inhaltsstoffe des Weines können den Blutcholesterinspiegel senken. Da gibt es
zum einen die verdauungsfördernde Wirkung von ein bis zwei Glas Wein, die
während der Mahlzeit getrunken werden. Der Wein fördert die Fett- und
Eiweißaufspaltung, was besonders bei älteren Menschen mit reduzierter
Verdauungsfunktion von Nutzen ist. Wein in mäßiger Menge als hat als
„Liebestrank“ in der Kulturgeschichte immer schon eine sehr große Rolle
gespielt. Bei den Römern war bezeichnenderweise Bacchus der Gott der
Fruchtbarkeit, der Ekstase und des Weines. Unbestritten ist die positive
Wirkung durch Wein-Genuss im zwischenmenschlichen Bereich. Man ist mehr bereit,
seinen Gefühlen nachzugeben, Hemmungen abzubauen, Vorurteile über Bord zu
werfen und ist offener und wesentlich kommunikationsbereiter - immer
vorausgesetzt, dass man Wein mäßig und mit Verstand genießt. Abgesehen von
diesem Aspekt der Sozialisation wirkt Wein aber auch unmittelbar auf das
menschliche Hormonsystem. Dies wird durch die im Wein zahlreich vorhandenen Pheromone
(Sexualduftstoffe) ausgelöst. Es erfolgt eine Stimulation von Schilddrüse,
Nebenschilddrüse, Bauchspeicheldrüse und der Sexualorgane. Bei geringem Konsum
wird die Libido, der Geschlechtstrieb angeregt. Alkohol verstärkt die
Produktion von Oestrogen (weibliche Geschlechts-Hormone) und verstärkt deren Wirkung.
Dieser Effekt kann sich besonders für Frauen in den Wechseljahren positiv
auswirken. Der in der Menopause zurückgehaltene Oestrogenspiegel erhöht das
Risiko einer Osteoporose. Mäßiger Weinkonsum hebt den Oestrogenspiegel an und
trägt zumindest zu einer Normalisierung bei.
„Ist
es Gott Bacchus nicht, der mich ruft, seinen Dichter? Liebenden steht er bei.
Selbst den Flammen führt er ihr Feuer. Liegst Du bei frohem Gelage selig zur
Seiten der Schönen, bitte die Götter, dass der Wein nicht dir die Sinne
verwirrt. Mächtige Trunkenheit stört, sie schadet und ekelt. Ein winziges
Schwipschen jedoch, mehr noch gemimt als getrunken, hilft dir zum Spiele.“
Dichter
Ovid (43 v. Chr. bis 8
n. Chr.)
Salute!
Auf Ihre Gesundheit !
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