Wie "durchsichtig" macht uns das Internet wirklich?

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Quelle : http://www.beadelavega.com
Autor : latinmusic
Online seit : 29. June 2009


  
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Bea de la Vega spanische Sängerin für Swing, Pop, Jazz, Latin Music näheres unter www.beadelavega.com

Wer hat nicht schon einmal den besten Freund, den Kollegen oder die neue Bekannte gegoogelt?

So einfach und schnell findet man Informationen über den oder diejenigen heraus, ohne Sie persönlich zu fragen. Eckdaten, wie Geburtsdatum, Adresse und Telefonnummer sind schnell „geknackt“. Dann geht es weiter zum social Network des „Gegoogelten“. Auf Facebook die Fotoalben durchblättern und die Freundes-Liste durchleuchten, vielleicht kennt man ja jemanden. Auf Youtube die Videos der letzten Party ansehen, auf der der „Gegoogelte“ betrunken ein Lied vor versammelten Gästen zum Besten gibt. Schließlich noch kurz schon ob es auch noch Twitter-Nachrichten oder Blogg- Einträge gibt und schon weißt man Bescheid über das Leben des anderen.

Perfekt, um denjenigen gegenüber schon im Vorfeld zu durchleuchten oder vielleicht etwas Neues über den Freund erfahren, dass er bisher verschwiegen hat. Eine geniale Erfindung – oder vielleicht doch nicht?

Betrachtet man das vorher dargestellte Beispiel aus einer anderen Perspektive, nämlich aus seiner eigenen, ändert sich die Wahrnehmung um 180 Grad. Jeder kann meine Telefonnummer, meine Adresse und persönliche Informationen über das Internet in kürzester Zeit herausfinden. Das Wissen, dass jeder, der will, Unmengen über mich herausfinden kann, ist irgendwie unangenehm. Von der Position des Suchenden zum Gesuchten wechseln, lässt Positives ganz schnell zum Negativen übergehen.

Hätte man doch nicht geschrieben, dass der Job heute wieder so langweilig ist, es könnte ja mein Vorgesetzter lesen. Oder die Fotos auf Facebook von der Party neulich, auf der ich so betrunken, kann sich ja jetzt jeder ansehen.

Das wirklich tückische bei seinem eigenen Internet-Auftritt ist die Leichtgläubigkeit, die fast jeder mit sich bringt. Man sitzt zu Hause vor dem Computer, in seinem gewohnten Umfeld und denkt nicht  darüber nach, dass es sich bei dem Medium Internet um ein weltweites Portal handelt, auf das jeder Zugriff hat. Die Fotos, die ja eigentlich nur die eigenen Freunde sehen sollen, können also von jedem gesehen werden, weltweit, zu jeder Zeit.

Also nie vergessen, sich vorher selber zu fragen, ob man will, dass diese Informationen über einen selbst wirklich öffentlich zugänglich sein sollen, oder ob man nicht doch schnell eine Mail schicken soll.