Immobilienfinanzierung - Auf die richtige Zinsbindung kommt es an

Drucken Sie jetzt den Artikel zum Thema Immobilienfinanzierung - Auf die richtige Zinsbindung kommt es an

Zurück zu 121-online

Quelle : http://www.
Autor : creative24
Online seit : 31. January 2007


  
creative24's Profil und Details
Freie Redakteur für Finanzdienstleistungen.

Der Zinsrutsch in der Vergangenheit bewegte viele dazu, von dem Mieterstatus zum Bewohner einer eigenen Immobilie zu wechseln. Hinzu kamen günstige Immobilienpreise, während Mieten tendenziell anstiegen. Der Gedanke, zusätzlich auch noch etwas Wertbeständiges für den Ruhestand zu schaffen und später davon profitieren zu können, mietfrei zu wohnen, macht eine eigene Immobilie zunehmend attraktiver.

Dreh- und Angelpunkt einer jeden Immobilienfinanzierung bleibt das Hypothekendarlehen. Die Höhe der aufzunehmenden Fremdmittel durch ein solches Abzahlungsdarlehen richtet sich nach der Gesamtsumme des Kaufpreises und der Höhe der vorhandenen eigenen Mittel und Leistungen am Bau.

Als Faustregel gilt bei einem Hypothekendarlehen immer noch, dass Hypotheken mit kurzer Zinsbindung von Banken mit niedrigeren Zinsen als Darlehen mit langer Zinsbindung vergeben werden. Im Umkehrschluss sollte dies jedoch nicht für den Kreditnehmer heißen, dass man sich generell dazu entschließen sollte, eine kurze Laufzeit zu vereinbaren, um von den niedrigeren Zinsen zu profitieren. Denn die dann erforderliche Anschlussfinanzierung muss unter Umständen mit höheren Zinsen abgeschlossen werden.

In der Regel vergeben Banken diese Darlehen mit Zinsbindungsfristen von fünf bis zehn Jahren. Hat das gegenwärtige Zinsniveau ein günstiges Niveau erreicht, sollte der Darlehensnehmer die Gunst der Stunde nutzen und mit der Kredit gebenden Bank eine längere Laufzeit vereinbaren, um sich den günstigen Zins zu sichern. Sollte dann nach Ablauf von beispielsweise 20 Jahren der Zins angestiegen sein, ist schon ein großer Teil an Darlehensschuld getilgt. Selbst eine Hochzinsphase hat dann für eine Anschlussfinanzierung keine dramatischen Auswirkungen, sodass die Annuitäten ins Unbezahlbare ansteigen können.

Entscheidend bei einem Annuitätendarlehen ist auch die Tilgungsrate. Meist wird ein Eingangstilgungssatz von einem Prozent vereinbart. Wer dauerhaft liquide ist, kann mit seiner Bank auch eine höhere Tilgung von zwei oder drei Prozent vereinbaren. Dann gilt das Darlehen als schneller abgezahlt und es werden immense Kosten eingespart. Jedoch sollte sich der Darlehensnehmer nicht voreilig dazu entscheiden, denn gewisse Unwägbarkeiten können dazu führen, dass die Annuität nicht mehr getragen werden kann. Finanzielle Engpässe für die Familie sind dann die Folge. Daher ist es wichtig, vor Vertragsabschluss eine realistische Einschätzung der eigenen finanziellen Möglichkeiten vorzunehmen- und dies für einen Zeitraum von vielen Jahren.